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Bereits Ende August 2018 hat die Radarfalle „Bernd“ für Aufsehen gesorgt. Hier mussten wegen eines fehlenden und verdeckten Tempo-30-Schildes rund 7.000 Geschwindigkeitsverstöße in einer 30er-Zone von der Stadt Bielefeld gelöscht werden.

Seit dem 8. September 2018 steht die, liebevoll als „Blitzer Bernd“ getaufte, Radarfalle jedoch wieder an der Babenhauser Straße. Wie die Stadt erklärte, wurde die fehlende Beschilderung dort nachgeholt.

Wie die örtliche Presse berichtet hatte, fehlten an der Einmündung zur Splittenbredde Hinweise, dass die Autofahrer dort in eine Tempo-30-Zone einbogen. Wegen zahlreicher Ungereimtheiten hat das Ordnungsamt der Stadt Bielefeld darauf verzichtet, die Verstöße weiter zu verfolgen. Insoweit wurde verhindert, dass 7.000 Fälle rechtssicher geworden sind.

In gleicher Woche hat das Amt für Verkehrssicherheit nicht nur das fehlende Verkehrsschild für die 30er-Zone gut sichtbar aufgestellt, sondern auch die Beschilderung am Ortseingangsschild nachgebessert. Hier war das vorhandene Tempo-30-Schild in 8 m Entfernung hinter dem Ortseingangsschild von den meisten Autofahrern nicht erkannt worden. Die kritisierte Sichtbarkeit am Bültmannskrug wurde nun neu ausgerichtet. Das Ortseingangsschild, welches direkt vor dem Tempo-30-Schild stand, wurde kurzerhand um 20 m nach vorne verlegt. Die Stadt bestätigt nun, dass die Beschilderung nun vollständig und für jeden Verkehrsteilnehmer sichtbar sei.

Erstaunt waren die Experten vom Ordnungsamt seinerzeit über die sehr hohe Anzahl an Geschwindigkeitsverstößen, die direkt in der 30er-Zone vor dem Altenzentrum Karl-Pawlowski-Haus verursacht wurden. Seit Anfang Juli 2018 gibt es die rund 200 m lange 30er-Strecke, die eigentlich Verkehrssünder abschrecken soll. Nach wie vor ist jedoch dieser Bereich bei vielen Autofahrern unbekannt. Nach wie vor geht das Ordnungsamt der Stadt Bielefeld davon aus, dass wegen des fehlenden Verkehrszeichens viele der einbiegenden Autofahrer das Tempolimit einfach ignoriert haben. Immerhin kamen 60 % der geblitzten Fahrer aus der Richtung von Babenhausen und 40 % aus der Richtung Jöllenbecker Straße.

In Deutschland sind mehr als 4.500 stationäre Überwachungssysteme installiert, die täglich Jagd auf Autofahrer machen. Hinzu kommt noch eine Vielzahl an mobilen Messgeräten. Viele Autofahrer greifen daher zu einer Blitzer-App, die es für sämtliche Smartphone-Geräte meist kostenlos gibt. Diese Apps verlassen sich auf aktuelle Meldungen einer riesigen Community. Dabei werden akribisch sämtliche Starenkästen von den Anhängern erfasst und gemeldet. Ganz legal sind diese Apps hierzulande jedoch nicht. Nach § 23 Abs. 1b der Straßenverkehrsordnung darf derjenige, der ein Fahrzeug führt, kein technisches Gerät betreiben oder betriebsbereit mitführen, welches dazu bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören. Dies gilt in erster Linie für elektronische Geräte, die zur Störung und zur Anzeige von Geschwindigkeitsmessungen eingesetzt werden. Nach dem aktuellen Bußgeldkatalog wird ein Vergehen mit 75 Euro Geldbuße und einem Punkt in Flensburg geahndet. Auch wenn die Polizei das Smartphone zwar nicht einkassieren darf, ist sie berechtigt, dass der Besitzer die App deinstallieren muss. Andererseits ist es kaum möglich, den Betrieb einer solchen App nachzuweisen, wenn Sie nicht auffällig das Smartphone aus dem Fenster halten oder mit der App lautstark protzen. Interessant ist, dass von dieser Regelung nur der Fahrer betroffen ist. Der Beifahrer darf sehr wohl eine solche App nutzen, da er zu diesem Zeitpunkt ja auch kein Fahrzeug führt. Mit einer solchen App hätten die vorgenannten Blitzattacken in Bielefeld vermieden werden können.

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